Beiträge von Peter Lustich

    Mazda hat nun tatsächlich auf meine Anfrage zu einer Dashcam-Lösung reagiert und wie folgt geantwortet:

    "Eine werksseitige Dashcam-Option oder die Nachrüstung einer Dashcam sind für unsere aktuellen Mazda-Modelle als auch den Mazda CX-6e von unserem Hersteller nicht vorgesehen. Daher fehlen auch entspreche Angebote in unserem Originalzubehör. Ob es bei der Ausstattung bei den von Ihnen genannten Punkten in naher Zukunft eine Änderung geben wird, können wir derzeit nicht zusagen.


    Dabei spielen neben technischen und wirtschaftlichen Aspekten auch die Häufigkeit ähnlicher Rückmeldungen eine Rolle. Wir beobachten das Kundenfeedback sehr genau und berücksichtigen es bei Modellüberarbeitungen. Ihr Feedback ist für uns daher besonders wertvoll. Vielen Dank, dass Sie uns Ihre Anregungen mitgeteilt haben."


    Es wäre also eine gute Sache wenn alle, denen eine eingebaute Dashcam-Lösung gefallen würde, an - kundeninfo@mazda.de - ihren Wunsch zu einer solchen Lösung kommunizieren würden. Vielleicht erreichen wir ja so doch ein Umdenken bei der Planung für den deutschen/europäischen Markt, zumal es eigentlich nur ein Software-Problem darstellt.


    Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum uns die bei der chinesischen Version übliche Dashcam-Funktion und die ebenso damit verbundene Alarm-Außenautsicherung vorbehalten bleiben soll.

    In China wird sogar der Täter über den Außenlausprecher harsch angesprochen.


    Unsere offensichtliche Leidensfähigkeit, gegenüber dem internationalen Markt schlechter gestellt zu werden, sollte endlich mal ein Ende haben - zumal wir einen deutlich überhöhten Kaufpreis akzeptieren müssen (China-Preis ca. 24.000 USD).

    Am Mittwoch konnte ich den CX6E Takumi Plus life aus der Nähe betrachten und mich u.a. mit dem Infotainment-System bzw. der Soundanlage befassen. Das Klangbild wirkt wirklich sehr räumlich , aber eine übertriebene Lautstärke war nicht zu vernehmen. Sollte Das System wirklich deutlich über 1000 W Leistungsaufnahme aufweisen, wird es in dem Auto wohl warm, aber nicht überlaut :-). Der Bass hingegen ist eine Katastrophe- unsauber - undefiniert und wummerig. Einen knackigen, druckvollen Bass konnte ich auch mit dem Equalizer nicht hinbekommen. Da sind die Systeme von Bose im CX60 (den ich zuvor besessen hatte) deutlich hochwertiger.


    Meine Befürchtung hatte sich bestätigt, dass weder die Einparkhilfe, noch die Dashcam-Funktion, schon gar nicht die eindrucksvolle Alarmanlage (Ansage durch den Außenlautsprecher: Geh vom Auto weg) in der deutschen Variante verfügbar sind. Einen Grund dafür konnte mir der von Mazda anwesende Vertreter nicht nennen.


    Positiv konnte ich hingegen den digitalen Außenspiegel wahrnehmen. Die Einbauhöhe ist perfekt angelegt, das Bild ist sehr scharf und situationsbedingt auf das jeweilige Fahrmanöver abgestimmt (Zoom auf das Hinterrad, Änderung des Bildausschnittes). Wenn man bedenkt, dass hierbei noch bei Nacht das Restlicht verstärkt wird, kann ich mich mit dieser Variante durchaus anfreunden.


    Es war übrigens möglich, das ewige Gewarne und Gebimmel über die frei programmierbare Taste am Lenkrad zum Schweigen zu bringen; damit nimmt man der hirnverbrannten europäischen Warnmanie den Schrecken.


    Dummerweise hatte Mazda den Showcar mit Winterreifen und einen außer-serienmäßigen Felge ausgestattet; eine Designbewertung von der Seite war also nur eingeschränkt möglich, ansonsten kann man insgesamt durchaus von einem kraftvollen Auftritt sprechen. leider war der Showcar wohl nur vorlackiert :-), äußerst ungünstig für eine Produktpräsentation. Dabei gibt es für dieses Modell eigentlich zumindest ein paar schöne Farben.


    Auffällig war auch, dass die Außenspiegel nicht wirklich über die Türen hinausragen. Demnächt ist also nicht der Außenspiegel abgebrochen, sondern die ganze Seite hat eine Delle :-). Wir werden sehen (müssen), was Mazda bis zur Auslieferung noch für Überraschungen für unsere offensichtlich leidensfähige, deutsche Kundschaft parat hat. Soweit sogut.

    Zum Thema Wallboxinstallation: Der Hausanschluss (Vorsicherung im Übergabepunkt des Energieversorgers) sollte schon die 11 KW an benötigter Kapazität bereitstellen können, in der Unterverteilung des Hauses müssen ein paar Komponenten (Sicherungen, Leistungsschalter) ergänzt werden können. Die Leitung zur Wallbox sollte nicht deutlich über 10 Meter betragen (Leitungsverluste, Leitungsquerschnitt). Diese Parameter kann aber ein Elektroinstallateur mit überschaubarem Aufwand verifizieren. Die gesamte Installation kann schon etwas kosten; in meinem Falle waren das ca. 2.000.- €. Aber für mich hat es sich trotzdem gerechnet - ich lade dann, wenn ich das Auto Nachts nicht benötige. Morgens ist der Akku jedenfalls vollständig geladen. Wenn man dann noch einen variablen Stromtarif wählt (z.B Tibber o.ä.), ist der Strom Nachts noch einmal deutlich günstiger. Als E-Autofahrer sollte man es auch nicht versäumen, die CO²-Prämie (bei ca. 300.- € jährlich) zu kassieren. Auch sind die Wartungskosten für E-Autos deutlich moderater und oftmals seltener. Die Gesamtrechnung macht´s (und der Komfort).

    Ja, der CX6e Takumi Plus hat ein echtes Problem mit der Farbauswahl. Die Innenfarbe ist nicht änderbar, dazu passt sicher die aus meiner Sicht schöne Außenfarbe Nigtfall Violet. Aber das wird sicher die häufigste CX 6e-Farbe sein, die wir demnächt auf der Straße sehen werden. Die Alternativen wären Weiß - wäre neutral, ebenso schwarz, für alle anderen Farben braucht es wohl schon etwas Mut. Aber Geschmack bleib zum Glück Geschmackssache.

    Für die E-Autobesitzer in einer gemieteten Wohnung kann die Info vielleicht hilfreich sein, dass es einen allgemeinen Rechtsanspruch gegen den Vermieter gibt, sich eine Wallbox installieren zu lassen. Eine Installation darf er im Regelfall nicht untersagen. Zumindest der Besitzer eines Stellplatzes/einer Garage sollte seine Möglichkeiten hierzu hinterfragen. Der Vorteil, über Nacht an einer eigenen Wallbox zu laden, ist aus Preis- und Praxisgründen kaum zu toppen ( aktuell deutlich unter 30 Cent gegen 50 Cent und mehr je kWh, zuzüglich Blockiergebühr).

    Es wäre interessant zu wissen, ob die verbauten Kameras auch für eine Dashcam-Funktion genutzt werden können, wie es im Changan-Modell möglich ist. Auf meine Anfrage hatte Mazda mir keine Antwort gegeben. Neben den allgemeinen Dashcam-Funktionen wäre gerade der digitale Außenspiegel sicher ein kostspieliges Unterfangen beim Spiegelschaden. Schön wäre es dann, den Verursacher aus den Aufnahmen heraus ausfindig machen zu können.