Trotzdem sollte man Verständnis haben für Menschen, die in dieser Dienstleistungsbranche arbeiten. Die Menschen im Autohaus sind sicher nicht die, die diese Verzögerungen zu Verantworten haben. Genauso wenig sollte man Schaffner anmaulen, wenn der Zug mal wieder fünf Minuten zu spät ist.
Das gehört sich nicht.
Hallo Jurist,
auf den ersten Blick kann ich deinem Kommentar nur zustimmen.
Aber um fair zu urteilen, muss man nicht nur Jurist, sondern Richter mit allen zugehörigen Befähigungen sein. Ein Richter bewertet die ganze Story, nicht nur ein Snippet (das ich in meinen Ausführungen geschildert hatte). Erst wenn man einen solchen Ausschnitt mit Unterstellungen/Mutmaßungen ergänzt, kann man zu einem (Vor)Urteil gelangen. Aber das wäre unprofessionell.
In der Geschichte ergeben sich leider noch einige nicht unbedeutende Unzulänglichkeiten, die der Händler zu vertreten hat. Das provoziert zuweilen zwingend einen unangenehmen Dialog mit dem Käufer.
Natürlich ist für die Verzögerungen der Hersteller verantwortlich, aber nicht nur dafür.
Mazda hatte bereits mit der Einführung des CX60 den Zorn der Käufer (dazu gehöre ich auch) auf sich gezogen. Von meinen zwei CX60 PHEV rauchte gleich einer nach ein paar Tagen ab (Brand im elektr. Antriebssystem; der Kaufvertrag wurde in einen CX 60d gewandelt). Der andere PHEV wurde etliche mal zu Umrüstungsarbeiten in die Werkstatt zurückgerufen (mehrfach Fahrwerk vorne und hinten, Geräuschdämmung, Lenkgestänge, Software etc.).
Der 6e, den ich über ein Wochenende testen durfte, war ein reine Katastrophe von Seiten des Bordcomputers und der Bedienelemente. Hierbei kommt Mazda nur sehr zögerlich mit Updates um die Ecke, sehr zum Ärgernis der Käufer, die sich unfreiwillig in Geduld üben müssen.
Jetzt gesellt sich der CX 6e dazu, mit stark abgespeckter Software im Vergleich zum Original EZ60. Eine Erklärung dafür, warum das geschehen ist, bleibt Mazda uns bislang schuldig. Was die Software kann (oder auch nicht), wir sich demnächst zeigen.
Dazu die chaotische Organisation seitens der Transportlogistik. Da können einem die Händler wirklich nur leid tun.
Ich hoffe, Mazda fällt bald wieder verdientermaßen auf die Füße und muss keine Zwangsehe mit einer anderen japan. Marke eingehen (zur Erklärung: in Japan arbeitet man oft auf Druck der Regierung/Wirtschaftsführung in Kartellen; das wäre in Europa nicht in der Form zulässig).
Leider ist die Schnittstelle für all diese ärgerlichen Umstände immer der Händler mit seinen Erfüllungsgehilfen. So will es das Gesetz.
So kommt dann eines zum anderen. Aber nichts für ungut.
Peter Lustich