Elektroauto Reichweite mit 'Blick Langstreckentauglichkeit'

  • Möglicher Umstieg vom CX-60 Diesel auf E-Auto (z.B. CX6-e) – Erfahrungen & offene Fragen zur Langstreckentauglichkeit


    Hallo zusammen,

    ich beschäftige mich aktuell intensiver mit dem möglichen Umstieg von meinem CX-60 AWD Diesel auf ein Elektrofahrzeug – konkret habe ich dabei den CX6-e im Blick (alternativ auch z. B. den IONIQ 5 oder mit ähnlicher Technologie)

    Da ich seit Jahrzehnten Dieselfahrer bin, stellen sich für mich noch einige grundlegende Fragen – vor allem im Hinblick auf die Alltagstauglichkeit und insbesondere auf längeren Reisen.


    Mein Fahrprofil: ca. 30/40 % Alltag (urban / tägliche Nutzung) und ca. 70/60 % Reisen / Langstrecke

    Die 30/40 % im Alltag sehe ich völlig unkritisch:

    • Wallbox zuhause bzw. DC-Lademöglichkeit fußläufig vorhanden / hier dürfte ein E-Auto problemlos funktionieren.

    Meine offenen Punkte betreffen vor allem die 70/60 % Reiseanteil:

    • Ich bin gerne in Regionen unterwegs wie Apennin, Abruzzen, Pyrenäen, Süditalien etc. / teilweise eher dünn ausgebaute Ladeinfrastruktur entlang der Strecke / bisher gewohnt: Tanken – 5 Minuten – weiterfahren.

    Daher mal ein paar Fragen an euch:

    • Wie verhält sich ein Fahrzeug wie der CX6-e/6e (oder auch z.B. ein IONIQ 5 oder Ähnliches) auf solchen Langstrecken konkret?
    • Wie gut ist die reale Reichweite (20/80 ... 10/90 ... 5/100) unter Reisebedingungen (Autobahn, Berge, ggf. Klima/Heizung)?
    • Wie praktikabel ist das Laden unterwegs – auch abseits der Hauptachsen mit vollen Kofferraum und Fahrradträgern am Heck?
    • Ist die aktuelle bzw. erwartete Ladetechnologie beim Mazda aus eurer Sicht bereits „reisetauglich“ und zeitgemäß?
    • Wie plant ihr längere Strecken – und wie sehr beeinflusst das den Fahrkomfort bzw. die Reisezeit?

    Mich würden vor allem echte Erfahrungen interessieren.

    Wie geht ihr als E-Fahrer mit diesen Themen um – speziell im Urlaub oder auf längeren Touren?

    Der Umstieg ist bei mir nicht sofort geplant, sondern eher in einem Zeithorizont von etwa 2 Jahren. Trotzdem möchte ich mich frühzeitig informieren und ein realistisches Bild bekommen.

    Vielen Dank vorab für eure Einschätzungen!

    🇦🇹 Servus vom Bodensee (AT), Klaus

  • Also, ich würde da gerne mal antworten, so gut ich kann, da ich aktuell den 6e fahre, der vom Verbrauch aber sicher besser ist als der CX-6e.


    Wenn ich Langstrecke fahre, dann plane ich die Route zuhause mit A Better Route Planner (ABRP). Diese App ist echt praktisch, aber lässt sich leider nicht mit dem Mazda verbinden, da Mazda die nötigen Daten leider nicht preis gibt da hätte der Ioniq eindeutig einen Vorteil.


    Im Auto selbst navigiere ich mit Apple Maps via CarPlay. Das Mazda-interne Navi ist nicht so der Hit.


    Eine weitere App, die ich sehr oft verwende, ist Chargeprice. Dort hinterlegt man all seine Ladekarten und sieht dann gleich, wie teuer es an der Ladesäule wird und man sieht auch, wo es überall Ladestellen gibt.


    Die Ladetechnologie bei Mazda ist nicht auf dem Stand der Zeit, da man einfach auf die Vorkonditionierung des Akkus verzichtet hat. Es geht weder über das Eingeben einer Ladestation im Navi noch kann man es manuell aktivieren. Man kann nur eine Abfahrtzeit angeben, dann wärmt er den Motor leicht, um gleich auf die volle Power zuzugreifen. Das heißt dann aber, um hohe Ladeleistung zu bekommen, muss man weite Strecken fahren damit sich der Akku so erwärmt. Vor allem im Winter ist das frustrierend, da habe ich nie mehr als 80 kw an der Säule gesehen.

  • Martin Oster, ein YouTuber und Betreiber des Forums "gewaltig nachhaltig", veröffentlicht des Öfteren, Berichte über das Reisen mit seinem Tesla.


    Ich mal den Link zu einem dieser Berichte kopiert:

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    Viele Grüße, Stefan


    :love: Baldiger Eigentümer eines Mazda CX 6e :love:

    Mazda CX 6e, Takumi Plus, Nightfall Violet

    🇩🇪 Bestelldatum: 21.04.2026 🇩🇪

  • Die Ladetechnologie bei Mazda ist nicht auf dem Stand der Zeit ...

    Servus!

    :/ dein Feedback zur Langstrecke beim Mazda liest sich ja eher ernüchternd.

    Vielleicht bin ich da auch etwas vorbelastet: Ich habe letzten Herbst einen Trip im Audi Q4 e-tron eines Freundes miterlebt und da leider ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht, was das Laden angeht.


    Ganz ehrlich: Ich hab wenig Lust, vor jeder Fahrt ein App-Studium zu betreiben, nur damit die Navigation vernünftig hinhaut oder ich passende Ladestationen finde. (welche dann auch funktionieren)

    Beim meinem CX-60 ist das System ja sowieso schon nicht mehr ganz State-of-the-Art – da erwarte ich eigentlich, dass die "neuen" Madza E-Modelle das Handling mittlerweile besser im Griff haben.


    Scheinbar muss ich mich da doch noch tiefer einlesen. Ob ich mich mit diesem Handling auf Dauer anfreunden kann, muss ich mir echt noch mal gut überlegen. Bin gespannt, was meine Recherchen so ergeben werden.

  • ... Berichte über das Reisen mit seinem Tesla.

    Danke für das Video, Stefan!

    Technisch gesehen ist Tesla bzgl. Langstrecke und Ladestruktur ggf. das Maß der Dinge, aber für mich spielt das Gesamtpaket inklusive der Unternehmensphilosophie eine Rolle. Da ich mit dem Auftreten des Hauptaktionärs überhaupt nicht konform gehe, kommt ein Tesla für mich aus Prinzip nicht in die Garage – so gut die Autos auch sein mögen. ;)

  • Ganz ehrlich: Ich hab wenig Lust, vor jeder Fahrt ein App-Studium zu betreiben, nur damit die Navigation vernünftig hinhaut oder ich passende Ladestationen finde.

    Das verstehe ich absolut… mein Glück, die meisten Strecken, die ich fahre, schaffe ich ohne Zwischenlandung, und bei den Strecken, die weitergehen und von mir regelmäßig in Angriff genommen werden, da weiß ich mittlerweile auswendig, wo ich lade.


    Bei Strecken, die ins Blaue gehen, also noch nie von mir gefahren wurden, da studiere ich am Vortag die Route – ja, das ist anders als beim Verbrenner, und das ist nicht für jeden.



    Alternativ kann man auch das Manzda Navi benutzen, es hat eine Routenplanung und plant auch Ladestops ein, so wie man es eben erwartet. Warum nutze ich dann nicht diese Möglichkeit?

    Das interne Navi hat so seine Tücken:


    die Verkehrsinfos und Stauumfahrung funktionieren nicht zuverlässig


    Die Laderoutenplanung funktioniert nur, wenn man keinen Zwischenstopp eingibt


    Die nette Dame, die mir sagt, wann und wo ich abbiegen muss, kann kein richtiges Deutsch (wirklich schlimm, habe so etwas noch nie gehört, nicht mal bei den ersten Navigationssystemen, die ich vor Jahrzehnten hatte)


    Fährst du schneller als 1km/h, sagt dir die Stimme, dass du zu schnell fährst (lässt sich NICHT deaktivieren)


    Ladesäulen kann man filtern, aber nur nach Betreibern im Umkreis(startest du irgendwo, wo es kein Ionity, EnBW oder EWE Go gibt, kannst du diese Säulen auch nicht in den Filter geben, obwohl diese vielleicht entlang deiner Route existieren).



    Natürlich kann das alles mit Updates behoben werden, aber ob und wann ist die Frage.

  • Also die angesprochenen Themen von TOBIiC56 sind sicher teilweise berechtigt. Aber guckt man sich wirklich einige Test-Videos zum Mazda 6e an, die das Auto auch auf Herz und Nieren testen, dann frage ich mich, ob TOBIiC56 ein anderes Auto oder ein Montagsmodell hat?


    Ladekurve ohne Vorkonditionierung sehr stark:

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    (hier sogar im Winter wirklich gut vs. einen Ioniq6 mit 800V Technologie)


    Navigation mit Laderoutenplanung passt auch soweit. Wenn auch der Sprachassistent wirklich murks ist. Für mich persönlich: Nutze nie den Sprachassistenten und auch Navi-Ansage ist immer Stumm (will meinen Podcast oder meine Musik ohne Unterbrechung hören 😉). Dafür gucke ich aufs Head-Up Display:

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    Eine wirklich starke Effizienz:

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    Das es sicher einige Updates noch bedarf, da gehe ich mit. Aber mal abgesehen von Tesla, gibt es da draußen kaum ein Auto, wo es anders ist. Hab mir einen Cupra Tavascan bestellt und was man dort liest, lässt einem die Zehnägel hochklappen. Bei VW selber ebenfalls das Gleiche. Hyundai/Kia/Genisis mit den Problemen der ICCU. Und die Liste kann so weitergehen.


    Nochmal, ich will hier nichts schön reden und ganz sicher nicht die Erfahrungen von TOBIiC56 als falsch betiteln. Aber ich denke oftmals liegt die "Wahrheit" auch gerne dazwischen und kommt dann auch auf die eigenen Erwartungen und Anforderungen drauf an.


    Daher sage ich, positiv auf den Launch gucken und rein in die Karre 👍😂

    Bestelldatum: 14.02.2026

    Auslieferungsdatum: Juni/Juli 2026

    Ausstattungsvariante: Takumi Plus + Nightfall Violet

    Deutschland

  • Aber ich denke oftmals liegt die "Wahrheit" auch gerne dazwischen und kommt dann auch auf die eigenen Erwartungen und Anforderungen drauf an.

    fRank1e ... Vielen Dank für deine ausführlichen Informationen. Das werde ich mir diese Woche abends in Ruhe ansehen.


    Das Gute an meinem Autokauf ist, dass ich in den nächsten zwei Jahren aller Voraussicht nach keinen Wechsel vornehmen werde. Gerade bei Mazda habe ich allerdings etwas Vertrauen verloren, auch wenn die Nachbesserungen bei meinem CX-60 keine Wünsche offengelassen haben. Dennoch war der Start des CX-60 (ich fahre ein Modell von Dezember 2022) alles andere als ein Ruhmesblatt.


    Insofern bin ich auch bei dir: Wie so oft liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte.

  • Also die angesprochenen Themen von TOBIiC56 sind sicher teilweise berechtigt. Aber guckt man sich wirklich einige Test-Videos zum Mazda 6e an, die das Auto auch auf Herz und Nieren testen, dann frage ich mich, ob TOBIiC56 ein anderes Auto oder ein Montagsmodell hat?

    Schau mal ins 6e Forum, da haben dann sehr viele ein Montagsauto. 😂😂😉 Bei testern auf YouTube ist es halt so, dass sie das Auto für eine Woche oder weniger haben und dann wieder abgeben… So richtig kennenlernen kann man das Fahrzeug so nicht wirklich. Deshalb schau ich lieber in Foren nach, wo Leute sind, die das Auto wirklich täglich fahren.

  • Schau mal ins 6. Forum, da haben dann sehr viele ein Montagsauto ...

    Ich verfolge die ersten Infos zum CX-6e mit einer Mischung aus Vorfreude und Skepsis.


    Als Fahrer eines CX-60 der „fast ersten Stunde“ (Dez. 22) blicke ich mit gemischten Gefühlen zurück.
    Obwohl ich glücklicherweise ein „Sonntagsauto“ erwischt habe und von den großen Desastern vieler anderer CX-60-Fahrer verschont geblieben bin, muss man ehrlich sagen: Den echten „Premium-Status“ hat der CX-60 eigentlich erst jetzt mit dem Modelljahr 2026 erreicht. (4 Jahre!!)

    Für Erstkäufer, die massiv mit Problemen zu kämpfen hatten, war das ein langer Weg. (für manche zu lang)


    Für den CX-6e, der nun doch deutlich später als der Mazda 6e kommt, ist für mich als aktuellen CX-60-Fahrer klar – folgende Punkte müssen zum Marktstart auf "Gehobener-Mittelklasse-Niveau" sein:

    • Fahrwerk & Lenkung: Hier darf es keine Kompromisse mehr geben
    • Assistenzsysteme: Das "übernervöse" Verhalten muss der Vergangenheit angehören.

    Mazda hat zwar bei Rückrufen und Service-Aktionen immer sehr rasch und kulant reagiert, aber solche Anlaufschwierigkeiten wie beim CX-60 darf man sich nicht noch einmal leisten – auch wenn der Wagen preislich sicherlich ca. 10.000 Euro unter der Mazda-Premium-Klasse liegen wird. Mein persönliches Fazit aus der CX-60-Zeit: Eine komplette Neuentwicklung kaufe ich nicht mehr sofort. Ich warte lieber 2-3 Jahre, bis ein „Sorglospaket“ ausgereift ist.


    Trotzdem bin ich extrem gespannt. Sobald der CX-6e in Österreich verfügbar ist, werde ich ihn ausgiebig probefahren. Ich bin neugierig, ob er mein Herz genauso erobert wie der CX-60 Inline6 – denn emotional schlägt mein Herz weiterhin für Mazda.

    🇦🇹 Servus vom Bodensee (AT), Klaus