So, nachdem ich den Mazda CX-6e in der Takumi-Ausstattung mit 21-Zoll-Reifen über das Wochenende zur Probefahrt hatte, möchte ich hier gerne meine Erfahrungen und Gedanken dazu teilen.
Als Allererstes: Ich habe den Blindkauf nicht bereut und freue mich mega darauf, dass mein Takumi Plus dann hoffentlich bald zugelassen wird. Ich hoffe natürlich, dass das noch in den nächsten 1–2 Wochen klappt, wobei ich aktuell beruflich ziemlich eingespannt bin.
Das Auto fährt sich wirklich sehr gut und steht in Sachen Fahrwerk, Abstimmung etc. meinem neuen CX-5 (neueste Version) nicht wirklich nach. Wenn man die ganzen Helfer, beispielsweise bei der Spurkontrolle, ausschaltet, fährt sich das Auto top – ich bin da ohnehin kein großer Freund von. Wenn die Helfer allerdings aktiv sind, gibt es doch die ein oder andere Korrektur, bei der man sich fragt: „Warum jetzt? Da war doch gar nichts!“
Die Bedienung über das Display wird man sicher nach 1–2 Wochen verinnerlicht haben und dann die wichtigsten Einstellungen recht schnell erledigen können. Am Anfang erschlägt einen das Ganze allerdings schon ein wenig.
Das Thema Radio hat bei meiner Probefahrt überhaupt keine Probleme bereitet. DAB war jederzeit verfügbar und es gab nicht einen einzigen Abbruch!
Auch die Übersichtlichkeit ist zu jeder Zeit über die Spiegel oder die Kameras gegeben, obwohl das Auto im Vergleich zum neuen CX-5 nochmals ein Stück größer ist.
Zum Thema Licht kann ich ebenfalls nichts Negatives sagen. Die Ausleuchtung ist sehr gut und steht meinem CX-5 mit Matrix-Licht – abgesehen von der Cluster-Ausleuchtung und der Tatsache, dass man beim CX-5 nicht manuell eingreifen muss – in nichts nach. Natürlich hat Matrix-Licht seine Vorteile, aber wenn man das ein oder andere hier oder im M6e-Forum liest, könnte man meinen, man fährt mit einer Taschenlampe durch die Gegend. Das ist definitiv nicht der Fall!
Auch das Laden an einem Schnelllader von EnBW hat problemlos funktioniert und der CX-6e hat richtig flott geladen. Sicherlich hätte er an einer 300-kW-Säule noch etwas schneller geladen, aber kurz nach dem Anstecken musste sich natürlich noch ein Mercedes dazugesellen. 😉
Ich bin über das Wochenende ca. 180 Kilometer gefahren. Davon etwa 20 Kilometer Stadtverkehr, den Rest Landstraße und Autobahn – und auf der Autobahn auch mal eine längere Strecke mit 180 km/h.
Unter dem Strich stand am Ende ein Verbrauch von 16,1 kWh/100 km. Das kann sich meiner Meinung nach wirklich sehen lassen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich bei meiner täglichen Strecke von 40 km hin und zurück das Auto im Sommer mit etwa 14 kWh/100 km bewegen kann.
Auch die Soundqualität ist meiner Meinung nach um einiges besser als im M6e. In den Einstellungen gibt es sogar einen Testsound bzw. ein Musikstück, mit dem man die Anlage ausprobieren kann. Wenn man die Anlage entsprechend einstellt – und es gibt einige Regler, an denen man drehen kann – steht sie meiner Bose-Anlage im neuen CX-5 in nichts nach.
Natürlich gibt es auch von meiner Seite ein paar Kritikpunkte.
Zum einen wäre da die Einstellung des Head-up-Displays. Selbst auf der niedrigsten Helligkeitsstufe ist die Darstellung für mich grenzwertig, da man immer den kompletten „Kasten“ darum herum bzw. das Glas sieht. Gerade nachts stört mich das doch etwas. Das hat der CX-5 besser gelöst.
Zudem macht eine Sonnenbrille mit Polarisationsfilter das komplette Head-up-Display praktisch unbrauchbar – man erkennt dann fast nichts mehr. Zum Glück hatte ich das bereits beim CX-5 festgestellt und mir deshalb eine Sonnenbrille ohne Polarisationsfilter anfertigen lassen.
Das große Display finde ich von der Anordnung her ebenfalls nicht optimal. Meiner Meinung nach hätte man einen Teil davon einfach hinter das Lenkrad ziehen können. Der Beifahrer hat schließlich kaum Einstellungsmöglichkeiten.
Außerdem spiegelt das Display je nach Sonneneinstrahlung doch ziemlich stark. Dann sieht man entsprechend noch weniger. Wenn zusätzlich noch die ganzen Fingerabdrücke dazukommen, ist auf der rechten Seite teilweise fast nichts mehr zu erkennen – insbesondere dann, wenn man das Navi über den kompletten Bildschirm laufen lässt. Das ist eigentlich eine ziemlich coole Funktion, wird durch die Spiegelungen aber etwas getrübt.
Mein Händler besorgt jetzt zum Glück schon eine passende Displayfolie und will diese testen. Wenn das Ergebnis passt, werde ich mir die Folie dann wahrscheinlich ebenfalls aufbringen lassen.
Die Sprachbedienung ist im Vergleich zum CX-5, der auf Google basiert, leider auch nicht ganz so gut. Das finde ich schade, denn die Google-Sprachsteuerung funktioniert wirklich gut. Der Mazda versteht bei mir einfach nicht alles so zuverlässig. Teilweise braucht es zwei oder drei Anläufe, bis er versteht, dass ich gerne zu meinem Händler navigieren möchte. Ich hoffe, dass Mazda hier vielleicht noch per Update nachbessert. Im Moment ist das Google-System im CX-5 für mich jedenfalls um Längen besser.
Sicherlich habe ich bei der Probefahrt noch das ein oder andere vergessen, aber unter dem Strich ist der CX-6e für mich ein wirklich sehr gutes Auto. Ich habe den Blindkauf jedenfalls nicht bereut und freue mich schon riesig darauf, wenn mein eigener CX-6e endlich auf dem Hof steht! 😊
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