Das könnte eventuell ja auch zu einer erheblichen Minderung des Verkaufspreises in ein paar Jahren führen. Die TÜV-Problematik ist ja auch noch nicht abschließend geklärt.
Wie geht ihr damit um? Hattet ihr schon Kontakt zum Händler?
Mit meinem Händler muss ich noch sprechen.
Aber ich hatte inzwischen die Gelegenheit mich mit unserem familieneigenen Juristen beim Abendessen zu unterhalten (ja, das Sterne-Restaurant, in das der wollte, war teuer
)
Seine Einschätzung: Herzlichen Glückwunsch zur Arschkarte.
Du wirst definitiv einen Wertverlust haben, weil der Wiederverkaufswert durch den in Zukunft fehlenden eCall merklich sinken wird. Verheimlichen kannst Du es beim Weiterverkauf auch nicht. Entweder weil der Käufer es selber weiss, oder weil Du ihn aufklären musst - wenn Du den Mangel verschweigst ist das arglistige Täuschung.
Wen kann ich in Haftung nehmen?
Niemanden.
Der Händler sagt, die Ware hat bei der Übergabe keinen Defekt, alles funktioniert und damit ist die Ware einwandfrei. Das Auto entsprach der Typengenehmigung, also ist das eCall-Modul per se okay. Der Händler ist auch danach fein raus, weil die gesetzliche Gewährleistung schon längst abgelaufen ist, wenn die Netze abgeschaltet werden.
Mazda ist fein raus, weil die sich aktuell auf die Typengenehmigung berufen können. Und später können sie einen Austausch auf Garantie verweigern, weil das eCall Modul ja völlig einwandfrei funktioniert. Ohne Netz geht halt trotzdem nichts.
Man könnte jetzt argumentieren, dass das Verbauen eines eCall-Moduls mit eingebautem Verfallsdatum an sich schon ein Herstellungsfehler ist, und alleine deswegen schon die Mazda Garantie greifen muss. Das ist juristisch aber umstritten und müßte im Zweifel vor Gericht geklärt werden.
Das KBA könnte Mazda dazu verdonnern, ein defektes, sicherheitsrelevantes Bauteil per Rückruf auszutauschen. Das wird aber nicht passieren, weil das Modul ja noch funktioniert, ergo nicht defekt ist. Ausserdem hat sich Mazda ja an die Typengenehmigung gehalten und durfte das Modul legal verbauen.
Du kannst beim Händler auch nicht einfach sagen: ich nehm das Auto nicht ab, weil.... dann bist Du juristisch im Annahmeverzug und der Händler kann dich verklagen.
Man kann höchstens versuchen mit dem Händler eine Lösung zu finden. Der hat auch keine Lust auf Ärger.
Wie gesagt, die Herren und Damen in Leverkusen (in dem Fall wohl eher bei Mazda Motors Europe) lachen sich kaputt.
Aber ich bin auch noch nicht damit durch und überlege mir gerade, was für andere Möglichkeiten es gäbe. Ggf. könnte man eine der vielen Youtuber, die das Auto gerade Testfahren, mal auf die "Nettigkeiten" von Mazda gegenüber ihren Kunden aufmerksam machen.
Oder, oder, oder... ich bin gerade noch am Grübeln, aber ich will MMD bzw. MME nicht so einfach ungeschoren davon kommen lassen. Ich hasse es wenn mich jemand über den Tisch zieht, da werde ich extrem nachtragend.